Mobiles Stativ für transportables Röntgen-Equipment

Um sicherzustellen, dass Sportpferde in Topform sind, werden sie regelmäßig von Tierärzten untersucht, die sich auf diese Tiere spezialisiert haben. Diese Checkups enthalten oft Röntgen-Untersuchungen. Gemeinsam mit Podoblock hat MMID ein mobiles Stativ für transportables Röntgen-Equipment entwickelt, den JiXtr, welcher es Tierärzten ermöglicht vor Ort sicher, schnell und einfach Aufnahmen zu machen.

Der Sportpferde-Markt ist ein Nischenmarkt in dem viel Geld fliest. Podoblock, eine kleine Firma aus der Ortschaft Tynaarlo in Drenthe, einer Provinz im Osten der Niederlande, liefert und handelt mit Produkten für Tierärzte, die sich auf die Behandlung von Sportpferden spezialisiert haben. „Es ist ein teurer Sport und es wird viel in die Pferde investiert, deswegen will man sichergehen, dass die Pferde gesund sind“ erklärt Klaas-Jan Veltman von MMID. „Diese Gesundheitsuntersuchungen werden oft mit der Hilfe von Röntgengeräten durchgeführt. Das geschieht jedoch nicht in einer Klinik, sondern direkt im Stall.“ Das bedeutet, dass die Tierärzte die Röntgengeräte mitnehmen müssen, um die Aufnahmen vor Ort zu machen, was zu speziellen Anforderungen an Flexibilität, Gewicht und einfacher Handhabung führt.

In Zusammenarbeit mit Podoblock hat MMID ein mobiles Stativ entwickelt, eine Art erweiterbaren Fuß, an den man bequem und sicher den empfindlichen Röntgen-Generator einklicken kann. Eine spezielle Adapter-Platte stellt sicher, dass verschiedene Marken angebaut werden können. Durch das Stativ können die Tierärzte das Röntgengerät zudem einfach auf die korrekte Höhe einstellen und dort fixieren, während die Aufnahmen gemacht werden. Durch den integrierten Trageriemen kann das komplette System bequem aus dem Auto gehoben und in den Stall getragen werden.

Der JiXtr wurde mittlerweile erfolgreich veröffentlicht, doch seiner Einführung sind fast vier Jahre Entwicklung vorausgegangen. Alex Berends, Direktor bei Podoblock erinnert sich: „Der existierende Geräteständer war ein High-End-Produkt und dadurch recht teuer und oft einfach zu groß, um ihn im Auto mitzunehmen. Der Markt fragte nach einer kompakteren, leichteren und günstigeren Version.“ Berends entwickelte zusammen mit seinem Partner ein Entwurfsmodel, aber er sagt selbst: „Nach einem Jahr steckten wir fest. Wir hatten keine Ideen mehr.“ Er ergänzt: „Wir hatten zwar ein großes Wissen über unseren Markt und unsere Nutzer, aber wir waren keine Ingenieure oder Designer. Dieses Wissen haben wir uns dann durch die Zusammenarbeit mit MMID ins Haus geholt.“

Es war einiges an Arbeit nötig, erklärt Berends: „Unsere ursprüngliche Idee erhielt eine radikale Überholung. Dadurch kam es zum notwendigen Durchbruch bei den Durchlaufzeiten und damit auch bei den Stunden und dem Budget. Letztendlich dauerte das Projekt länger und hatte gelegentliche Problemchen”, sagt Berends. „Aber wenn ich zurückblicke, dann denke ich, dass wir den besten Nutzen aus all den technischen Möglichkeiten gezogen haben, die MMID uns geboten hat. Sie haben „Out-of-the-Box” gedacht und es auch gewagt Dinge anders anzugehen und nicht mit unserem bestehenden Design weiter zu machen. Dadurch sind wir dem Wettbewerb zwei Schritte voraus.“

Klaas-Jan Veltman: “Es war nicht immer ein leichtes Projekt, aber wir sind stolz darauf, gemeinsam die Ziellinie erreicht zu haben und darauf, dass wir ein Produkt entwickelt haben, das macht, was es machen soll. Es war eine gute Zusammenarbeit mit unserem Kunden.“

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